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5 Tipps, wie du deinen Text für den Lektor optimal vorbereitest

  • Autorenbild: Joshua Idstein
    Joshua Idstein
  • 17. Aug. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch vor einem Tablet und schreibt an einem Dokument. Um ihn herum steht ein Glas Wasser, eine Tasse Kaffee, frisches Obst und ein Notizbuch. Eine Spiegelreflexkamera ist zu sehen.

Bevor du dein Manuskript oder deinen Text an einen Lektor übergibst – in dem Fall doch hoffentlich bei mir! – solltest du sicherstellen, dass der Lektor seine Arbeit effizient und effektiv erledigen kann. Eine gute Vorbereitung deines Textes spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern sorgt auch dafür, dass der Lektor sich auf das Wesentliche konzentrieren kann: die Verbesserung und Verfeinerung deines Textes. Noch dazu kommt es bei uns Lektor*innen in der Regel gut an, wenn wir einen Auftrag nicht erst noch "aufräumen" müssen.


Also, hier sind fünf praktische Tipps, wie du deinen Text optimal für das Lektorat bei Purzeltraum vorbereitest.


1. Sorge für ein sauberes Manuskript



Räumst du gerne auf? Ja, ich gebe zu, ich gehöre wohl zur Minderheit damit, aber: ich entspanne so richtig, wenn ich meine Wohnung auf Vordermann bringe. Und Studien belegen, dass Ordnung nicht nur die "halbe Miete", sondern für unser Gehirn essentiell ist!

Was für deine Wohnung gilt, gilt auch für dein Manuskript.

Bevor du deinen Text also an deinen Lektor übergibst, solltest du sicherstellen, dass er gut formatiert ist. Verwende eine einheitliche Schriftart und -größe, und achte darauf, dass Absätze, Zeilenabstände und Einzüge konsistent sind. Auch eine klare Kapitel- oder Abschnittsstruktur hilft dem Lektor, sich besser im Text zurechtzufinden. Ein ordentlich formatiertes Manuskript zeigt zudem, dass du den Lektor respektierst und seine Arbeit schätzt. Meine Dienstleistungen sind ja schließlich keine Einbahnstraße, und ich würde genauso gerne wieder mit dir zusammenarbeiten wollen, wie du mit mir!


2. Führe eine erste Korrektur durch



Auch wenn du deinen Text von einem Lektor professionell überprüfen lassen möchtest, solltest du eine erste Durchsicht nicht auslassen. Diese Selbstkorrektur hilft dir, offensichtliche Fehler zu beseitigen, die der Lektor sonst unnötigerweise korrigieren müsste – erneut, das spart Zeit und Geld! Achte dabei auf Rechtschreibung, Grammatik und grundlegende Stilfragen. Je sauberer dein Text in dieser Hinsicht ist, desto mehr kann sich der Lektor auf die Feinheiten und tiefergehenden Verbesserungen konzentrieren. Die praktische Auseinandersetzung mit den gröbsten Fehlern hilft dir außerdem, diese in Zukunft ganz natürlich zu vermeiden.


3. "Manage (y)our expectations"



Bevor dein Lektor (hallo!) mit der Arbeit beginnt, solltest du klar formulieren, was du dir von der Zusammenarbeit erhoffst. Brauchst du eine einfache Korrektur der Rechtschreibung und Grammatik, oder wünschst du dir eine tiefere stilistische und inhaltliche Überarbeitung? Bei ersterem Schwerpunkt reicht ja vielleicht schon ein Korrektorat, und du sparst dir etwas Geld. Möchtest du, dass der Lektor auf bestimmte Aspekte besonders achtet, wie etwa die Konsistenz der Charaktere oder den logischen Aufbau deines Textes? Diese Klarheit hilft mir, deine Erwartungen bestmöglich zu erfüllen und ein besseres Endergebnis zu liefern.

Erfahrungsgemäß können Autor*innen selbst gut einschätzen, wo es noch hakt.


4. Gib Hintergrundinformationen und Kontext




Je mehr der Lektor über deinen Text und deine Absichten weiß, desto besser kann er seine Arbeit machen. Deswegen würde ich dich bitten, mir bereits bei der ersten Kontaktaufnahme relevante Hintergrundinformationen mitzuteilen, wie etwa Textgattung, Genre, die Zielgruppe und deine Absichten mit dem Text. Wenn du spezielle Anforderungen hast, wie die Beibehaltung eines bestimmten Schreibstils oder die Berücksichtigung spezifischer Fachtermini, teile dies ebenfalls mit. Das ist vielleicht bei einer Haus- oder Bachelorarbeit nicht so dringend - aber wenn du beispielweise ein Buchmanuskript bei mir eingereicht hast, ersparen solche Informationen ein ewiges unnötiges Nachfragen meinerseits.


5. Bereite eine Checkliste vor



Okay, absolute Königsdisziplin! Erstelle eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten, die dein Lektor beachten soll. Das können Fragen zur Logik des Plots, zur Konsistenz der Charaktere oder zur sprachlichen Präzision sein. Eine solche Liste hast du ja vielleicht schon bei Punkt 3 angelegt. Reiche sie mir gerne zusammen mit deinem Dokument ein. Sie erleichtert es mir, mich gezielt auf die Bereiche zu konzentrieren, die dir am wichtigsten sind. Außerdem kannst du so sicherstellen, dass alle deine Anliegen berücksichtigt werden, ohne dass etwas übersehen wird.


Zusammenfassung


Die Vorbereitung deines Textes für das Lektorat ist ein entscheidender Schritt, um die Qualität und Geschwindigkeit der Überarbeitung zu maximieren. Indem du deinen Text ordentlich formatierst, erste Korrekturen selbst vornimmst, klare Erwartungen formulierst, relevante Hintergrundinformationen lieferst und vielleicht sogar eine Checkliste erstellst, schaffst du die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Wenn mir ein*e Kund*in so einen vorbereiteten Text vorlegt, weiß ich das direkt zu schätzen – und ich mache mich gleich umso besser gelaunt an die Arbeit.

 
 
 

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