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Lektorat Idstein
Joshua Idstein, Freier Lektor
Häufig gestellte Fragen
- 01Die Aufgaben eines Lektoren bzw. einer Lektorin umfassen neben dem Korrigieren (also der Prüfung der Zeichensetzung, Rechtschreibung und Grammatik) auch die Prüfung der stilistischen und inhaltlichen Kohärenz, also mit anderen Worten: Ist der Text klar verständlich? Wirkt er „aus einem Guss“? Gibt es Logiksprünge oder Kontinuitätsfehler (zum Beispiel, dass Figuren in einer Szene plötzlich und unerklärlich die Kleidung wechseln)? Und: Gibt es einen Spannungsbogen? Entfaltet der Text seine emotionale Wirkung? Lektor:innen beraten zu Szenen, Figuren, ja sogar der ganzen Struktur eines Manuskripts und stehen dabei im direkten Austausch mit den Schriftstellenden. Sie betreuen die Autor:innen also weit ausführlicher, als es ein reines Korrektorat machen würde. Das macht den entscheidenden Unterschied zwischen einem Lektorat und einem Korrektorat aus. Wir betreuen als Dienstleistende unsere Kund:innen ausgiebig und sind damit auch näher dran am Text.
- 02Die Frage ist natürlich höchst individuell. Ich würde sagen, nicht jeder Text braucht gleich ein Lektorat. Für kurze, prägnante Texte reicht in der Regel ein einfaches Korrektorat. Ein Lektorat bietet sich aber dann an, wenn der fertige Text auf sprachliche Präzision und einen einheitlichen Stil angewiesen ist, zum Beispiel im Rahmen einer wissenschaftlichen Hausarbeit, oder wenn inhaltliche und stilistische Elemente nicht zu kurz kommen dürfen, wie etwa für einen Roman. Denn als Autor:in ist man zu nah am Text und zu tief in den eigenen Vorstellungen, um Schwächen direkt zu erkennen. Viele Autor:innen setzen in erster Instanz auf eine private Testlesegruppe. Deren Feedback dient als Grundlage für Revisionen und „zweite Drafts“. Ich würde aber ein fertiges Manuskript immer noch einmal ins Lektorat geben, denn Lektor:innen sind die logische nächste Instanz: Wir sind den Autor:innen gegenüber nicht so verbunden, wie es eine Freundesgruppe oder ein Schreibkreis vielleicht ist. Wir stellen als Profis mit der notwendigen Distanz zum Werk sicher, dass dein Text gelingt – und stehen dafür auch mit unserem Namen ein.
- 03Auf diese Frage lautet die einzig richtige Antwort ein ganz deutliches Nein! Hüte dich vor Dienstleistern, die Gegenteiliges versprechen. Lektor:innen und damit auch ich sind Menschen, keine Maschinen. Selbst Lektoraten in großen Publikumsverlagen entgehen teils peinliche Fehler, und Menschen wie du und ich, die gerne und viel lesen, dürfen diese dann mit großer Schadenfreude entdecken. Natürlich möchtest du aber, dass ich dir deinen Text nach bestem Ermessen und Gewissen fehlerfrei übergebe. Das ist auch mein Anspruch an mich selbst. Um möglichst viele Fehler auszusieben, lohnt sich ein Lektorat in zwei Durchgängen – mein Standardangebot. Selbst dann noch empfehle ich, separat eine Korrektur bei einer/einem Korrekturleser:in zu buchen, soweit es das Budget zulässt. Es gibt keine offiziellen zulässigen „Fehlerquotienten“, in der Branche hat sich aber ein Standard von 0,05 % durchgesetzt. Das heißt, dass du mit maximal 3 bis 5 Fehlern auf 10.000 Wörter rechnen solltest. Alles weit darüber liegende wäre keine akzeptable Qualität, weder für dich noch für mich. Sollten dir also eklatante Fehler auffallen, nimm gerne noch einmal Kontakt mit mir auf und wir suchen gemeinsam nach einer fairen Lösung! Hast du Fragen zum Ablauf des Lektorats? Siehe „Wie läuft ein Lektorat ab?“ im FAQ!
- 04Im Lektorat hat es sich durchgesetzt, einen festen Preis pro Normseite zu nehmen. Eine Normseite entspricht in Deutschland 30 Zeilen zu maximal 60 Anschlägen, oder etwa 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen (Quelle). Textverarbeitungsprogramme wie Word zählen die Zeichen eines Dokuments in der Regel selbstständig. Der Einfachheit halber nehme ich also die gesamte Zeichenzahl deines Textes geteilt durch 1.500. Es gibt auch andere Methoden, um einen Seitenpreis zu berechnen – ich habe mich für diese entschieden, weil sie für mich und dich am transparentesten ist. Um das etwas zu veranschaulichen, nehme ich eine Hausarbeit aus meinem Bachelorstudium mit einem Umfang von 14 Seiten zur Hilfe (Preise Stand Mai 2026). Die Hausarbeit hat 32.000 Zeichen und damit ≈ 21,3 Normseiten, da die Schrifttype etwas kleiner als bei der Normseite ausfällt. Korrektorat: ein Korrektorat würde 2,50 € x 21,3 NS kosten, also = 53,25 € Lektorat: ein Lektorat würde 5,40 € x 21,3 NS kosten, also = 115,02 € Natürlich biete ich meine Dienste inzwischen hauptsächlich für Belletristik-Autor*innen an. Ein durchschnittliches Buch von circa 300 Seiten würde folgende Kosten mit sich tragen: Korrektorat: 2,50 x 300 NS = 750 € Lektorat: 5,40€ x 300 NS = 1620 € Eine Anmerkung jedoch: Meine Preise für das Lektorat enthalten bewusst das Wort „ab“. Vor einem Preisvorschlag verschaffe ich mir in der Regeln anhand einer Stichprobe von 10 Normseiten einen Überblick über den Arbeitsaufwand. Zeichnet sich da schon ab, dass ein Manuskript mehr Arbeit erfordert (was nicht zwingend eine Aussage über die Qualität des Buchs selbst ist!), dann kann es gut sein, dass der Seitenpreis etwas höher ausfällt. Klar: Zeit ist Geld. Das muss der Preis widerspiegeln. Nur so kann ich deinem Text die individuelle Aufmerksamkeit geben, die er benötigt. Warum rechne ich dich dann eigentlich nicht nach Stunde ab? Ganz einfach: ich würde mich selbst für schnelleres Arbeiten bestrafen, und umgekehrt, würde mich belohnen, wenn ich schleppend arbeite. Das wäre weder dir noch mir gegenüber fair! Stattdessen habe ich eine gewisse Vorstellung eines für mich akzeptablen Stundenlohns. Von diesem und der durchschnittlichen Zeit, die ich pro Normseite brauche, leitet sich mein Seitenpreis ab. Deswegen eben auch das „ab“. Für alles weitere empfehle ich dir den Artikel des Verbands der Freien Lektorinnen und Lektoren zum Thema Honorare im Lektorat.
- 05Nachdem du dir von mir ein unverbindliches Angebot eingeholt hast, welches sich nach dem Umfang deines Textes und meiner Preisliste berechnet (siehe hier für weitere Details), kannst du dieses Angebot bestätigen. Du erhältst im Anschluss einen Vertrag von mir, der den Umfang, das Honorar und den voraussichtlichen Bearbeitungszeitraum schriftlich festhält. Als Nächstes mache ich mich ans Eingemachte. Ich arbeite mit der Überprüfungsfunktion von Microsoft Word und Kommentaren. Das heißt, dass Korrekturen im Text mit roten Änderungsvorschlägen dargestellt werden. Diese kannst du dann einfach mit dem „Check“-Button annehmen oder auch ablehnen, wenn dir eine bestimmte Änderung nicht ganz zusagt. Im Lektorat arbeite ich zudem mit Kommentaren, um Umformulierungen des Texts vorzuschlagen, auf strukturelle oder stilistische Schwächen hinzuweisen oder auch einfach, um dich zu loben, wenn mir etwas besonders gut gefällt! Auch das gehört, finde ich, zu einem guten Lektorat. Nach Abschluss der Bearbeitung sende ich dir dein fertiges Dokument und die Rechnung in der vorher vereinbarten Höhe zu. Du hast dann 14 Tage, um die Rechnung zu begleichen. Bitte nimm dir jetzt die Zeit, alle Vorschläge gründlich durchzulesen und zu überprüfen! Hast du nur einen Durchgang gebucht, ist unsere Zusammenarbeit damit erst einmal abgeschlossen. Hast du jedoch das Kombipaket Lektorat + Korrektur ausgewählt, was ich generell auch empfehle, dann erhalte ich das überarbeitete Manuskript von dir später für den Korrekturdurchgang zurück. In dem Fall erhältst du eine zweite, kleinere Rechnung für die Korrektur nach Abschluss. Bitte beachte, dass es gerade bei komplexeren Eingriffen in den Text trotz aller Mühe zu Folgefehlern kommen kann. So etwas kann vorkommen, wenn mehrere Änderungsvorschläge aufeinander aufbauen und nur bei Annahme aller Vorschläge funktionieren oder wenn du den Text nach dem Lektorat noch einmal umschreibst. In dem Fall bist du in der Verpflichtung. Text überarbeitet, aber jetzt bist du dir nicht sicher, ob er fehlerfrei ist? Gar kein Problem! Mein Lektorat umfasst in der Regel eine Revision, also einen zweiten Durchgang zur Korrektur. Bitte sende mir deinen Text möglichst zeitnah nach dem ersten Durchgang mit den akzeptierten Änderungen und all deinen eigenen Überarbeitungen zurück. Du erhältst dann kurz darauf eine korrigierte Fassung.
- 06Das kommt natürlich ganz auf die Textlänge und individuelle Bedürfnisse an. Wie du an meiner Preisliste sehen kannst, rechne ich (wie es sich auch im Gewerbe durchgesetzt hat) nach Normseite ab. In der Regel lektoriere ich zwischen 5 und 10 Normseiten in der Stunde, je nach Textart und, na ja, „Bedarf“ – denn manche Texte bedürfen nun mal einer intensiveren Bearbeitung. Ich vergebe (Stand April 2026) Aufträge nach Verfügbarkeit und in der Regel bis zu einem Limit von 550 Normseiten pro Monat. Für Buchmanuskripte solltest du etwas mehr Zeit einplanen (circa eine Woche pro 100–150 Seiten). Kurzgeschichten, Haus- oder Bachelorarbeiten lassen sich natürlich etwas schneller bearbeiten. Hier ist in der Regel mit 1–2 Werktagen pro Durchgang zu rechnen. Wusstest du schon, dass ich einen Express-Dienst für Studierende anbiete? Wenn es mal richtig schnell gehen muss, lektoriere oder korrigiere ich deinen Text innerhalb von 24 Stunden nach Vertragsschluss – je nach Kapazität sogar am Wochenende. Frag mich am besten einfach an!
- 07Ich werde dir hier keinen Honig ums Maul schmieren und behaupten, ich sei der beste oder der günstigste Lektor, den du finden kannst. Was ich stattdessen biete, sind Ehrlichkeit und Empathie. Wie du vielleicht schon bemerkt hast, möchte ich besonders Newcomer-Autor*innen ansprechen (gerade jene, die ins Selfpublishing gehen möchten). Mit Beratung und konstruktivem Finger-in-die-Wunden-legen mache ich dabei aus einem Manuskript ein Buch, das bereit für die Veröffentlichung ist, sein Publikum findet und anspricht. Dabei setze ich ganz besonders auf meine persönlichen Stärken: Eine Freude am Um-die-Ecke-denken, jahrelange Erfahrung im Geschichten erzählen und ein Auge für visuelles Schreiben aus meinem Background in der Filmwissenschaft, damit aus einem Buch echtes Kopfkino entsteht. Deswegen bist du bei mir gut aufgehoben, wenn du einen Lektoren suchst, der dir auf Augenhöhe begegnet, sich die Zeit für deinen Text nimmt, die dieser verdient, und das Ganze noch dazu mit auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Preisen anbietet. Plus: Ich erhalte häufig das Feedback, dass meine Kommentare ganz unterhaltsam sind und die anstrengende Überarbeitung etwas aufheitern. 😉
- 08Mich erreichen vermehrt auch Anfragen, ob ich Genres oder Buchgattungen lektoriere, die nicht meinen Schwerpunkten entsprechen – Kinderbuch oder Sachbuch zum Beispiel. Allgemein gilt: Ja! Ich schaue mir jedes Manuskript, jede Anfrage gerne individuell an. Mein Portfolio umfasst bereits Bücher vom Gesellschaftsroman, Science-Fiction-Epos, Fantasy-Eskapade bis hin zu einem biografischen Werk über die Eisenbahn in Ost- und Westdeutschland. Ich bin also breit aufgestellt und habe schon unterschiedlichste Projekte betreut. Zuweilen liebe ich auch die Herausforderung, außerhalb meiner Schwerpunkte und Komfortzone zu arbeiten. 2026 konnte ich mir endlich den lang gehegten Traum erfüllen, mal ein Kinderbuch zu lektorieren – und wurde, obwohl das quasi ein Experiment war, gleich für die ganze Reihe verpflichtet. Schreib mich gerne noch heute über das Kontaktformular an – falls es nicht perfekt passt, kann ich dir sicherlich Empfehlungen geben, welche Dienstleister deinen Text adäquat betreuen können. Denn inzwischen bin ich mit zahlreichen Kolleg:innen vernetzt, die ganz andere Kompetenzen, Hintergründe und Felder haben als ich. Vielleicht ist da ja genau die Richtige für dich dabei.
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